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Pflegestufen werden zu Pflegegraden

Das neue Begutachtungsinstrument

Pünktlich zum Jahreswechsel 2016 - 2017 kam der Systemwechsel mit weitreichenden Änderungen im Bereich der Pflege. Pflegestufen wurden zu Pflegegraden und das Zählen von Minuten war nicht mehr "wichtig" für die Ermittlung des Hilfebedarfs. Beim Pflegegrad geht es um die Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder Fähigkeitsstörungen in den Bereichen:

1. Mobilität

2. kognitive und kommunikative Fähigkeiten

3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen

4. Selbstversorgung

5. Umgang mit krankheits- /therapiededingten Anforderungen

6. Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte

 

Wenn Minuten nicht mehr wichtig sind, was dann? 

Für den Pflegegrad werden Einzelpunkte je Modul (diese werden unterschiedlich gewichtet) zu einer Gesamtpunktzahl addiert und ergeben den jeweiligen Pflegegrad. 

Pflegegrad 1: geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit (ab 12,5 bis unter 27 Punkte)

Pflegegrad 2: erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit (ab 27 bis unter 47,5 Punkte)

Pflegegrad 3: schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit (ab 47,5 bis unter 70 Punkte)

Pflegegrad 4: schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit (ab 70 bis unter 90 Punkte)

Pflegegrad 5: schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung (ab 90 bis 100 Punkte)

 

Ist das neue System näher an der Lebensrealität? 

Bilder: Quelle www.mds-ev.de | Auszug aus: Das neue Begutachtungsinstrument der sozialen Pflegeversicherung

 

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